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Steisslage
Wie die Geburt verläuft, hängt auch davon ab, wie das
Baby liegt
Erst etwa vier
Wochen vor der Geburt nimmt das Baby seine endgültige Lage
ein. Bei den letzten Vorsorge-Terminen in der Schwangerschaft untersucht
der Arzt deshalb sorgfältig, wo Kopf und Steiß des ungeborenen
Kindes liegen. Am häufigsten liegen Kinder schon einige Zeit
vor Geburtsbeginn längs in der Gebärmutter - der Kopf
zeigt nach unten. Bei der Geburt tritt der Hinterkopf zuerst aus,
das Gesicht nach hinten gedreht (zum Kreuzbein der Mutter), der
Nacken nach vorn (zum Schambein der Mutter). In dieser Lage (die
als Normallage oder vordere Hinterhauptlage bezeichnet wird) verläuft
die Geburt am leichtesten. Wenn ein Baby anders im Mutterleib liegt,
sind Komplikationen möglich. So dauert bei einer falschen Lage
die Geburt meist länger als gewöhnlich.
Wie gefährlich ist eine Steißlage?
Die Steißlage kommt von allen falschen" Lagen am
häufigsten vor: Unter 100 Geburten etwa dreibis viermal. Von
einer Steißlage oder Beckenendlage spricht man, wenn das Kind
mit dem Kopf nach oben, Steiß nach unten, in der Gebärmutter
liegt. Eine der möglichen Ursachen: Die Frau hat ein so enges
(inneres) Becken dass das Baby sich nicht in die richtige Geburtsposition
bringen kann. Auch Frühgeborene kommen oft in Steißlage
zur Welt. Der Grund: Sie hatten noch keine Zeit, sich umzudrehen.
Steißlagen gibt es außerdem häufig, wenn die Gebärmutter
ungewöhnlich geformt ist, wenn die Frau zu viel oder zu wenig
Fruchtwasser hat oder wenn sie Zwillinge erwartet. Die Geburt ist
schwieriger, weil Steiß oder Füße nicht so gut
wie der feste Kopf geeignet sind, die Geburtswege zu dehnen. Bei
einer Steißlage entscheiden die Ärzte meistens schon
vor der Geburt oder zu Beginn der Eröffnung, ob sie einen Kaiserschnitt
machen werden. Hat die Frau schon geboren, ist meist eine Geburt
auf normalem Wege möglich. Beim ersten Kind wird häufig
doch ein Kaiserschnitt gemacht.
Die seltenen falschen Lagen
Querlage: Das Kind liegt nicht
längs, sondern quer in der Gebärmutter. Die Lage kommt
unter 100 bis 200 Geburten etwa einmal vor. Bei einer Querlage muss
ein Kaiserschnitt gemacht werden.
Falsche Kopflagen: Es kommt
vor, dass ein Kind normal liegt - aber sich während der Geburt
noch dreht. Der Kopf macht zwar den Anfang, aber nicht in der bestmöglichen
Lage. Ursache ist fast immer, dass das Kind einen sehr großen
Kopf oder eine ungewöhnliche Kopfform hat. Bei allen falschen
Kopflagen dauert die Geburt in der letzten Phase viel länger,
weil der Kopf nur mit Schwierigkeiten durch den gekrümmten
Geburtskanal kommt. Wenn die Herzfrequenz des Kindes langsamer wird
(das ist immer ein Anzeichen, dass das Baby in Sauerstoffnot gerät),
beendet der Arzt die Geburt meist mit der Saugglocke oder mit der
Zange. Hat er eine Stirnlage festgestellt, wird in der Regel ein
Kaiserschnitt nötig, denn diese Lage ist für das Baby
besonders schwierig.
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