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Der 4. Schwangerschaftsmonat (13. bis 16. Woche)

Das Kind
Noch hat das Baby viel Platz in der Gebärmutter, allerdings nicht mehr lange, denn es wächst jetzt von Tag zu Tag in einem atemberaubenden Tempo. Es ist jetzt ungefähr 12 cm groß und 48 Gramm schwer. Es kann bereits ganz eigenständige Bewegungen durchführen. Sollte das Baby für den Ultraschall günstig sichtbar liegen, kann man jetzt schon das Geschlecht feststellen, da die Geschlechtsteile bereits angelegt sind. Ihr Baby ist mit einer feinen Haarschicht überzogen. den so genannten Lanugo- oder Flaumhaaren. Diese Härchen halten eine feine, weißliche Talgschicht, die Käseschmiere, am Körper des Kindes. Diese schützt die empfindliche Haut vor Infektionen. Rund um die 14. Schwangerschaftswoche kann man bereits Atembewegungen des Kindes sehen, es kann auch schon schlucken und saugen.

Die Mutter
Schön langsam wird die Schwangerschaft auch für alle, die es „noch nicht wissen", sichtbar, denn Ihr Bauch beginnt jetzt zu wachsen! Wahrscheinlich haben Sie auch schon ein paar Kilo zugenommen, machen Sie sich nichts daraus und denken Sie immer daran, welches Wunder in Ihnen gerade geschieht. Verräumen Sie die wirklich engen Kleidungsstücke und tragen Sie bequeme Röcke oder Hosen, am besten mit einem Gummizug. Vielleicht verspüren Sie Lust, Umstandsmode einzukaufen.

Veränderungen des Körpers
Was die Haare betrifft, so gibt es Frauen, die gerade in ihrer Schwangerschaft eine üppige, seidenweiche Mähne bekommen, andere wiederum verlieren Haare. In allen Fällen ist es jedoch so, dass sich der „ursprüngliche" Zustand nach der Geburt wieder einstellt.
Dasselbe gilt für die Haut: Einige Frauen haben ihr ganzes Leben keine schönere Haut als in der Schwangerschaft, andere leiden an Hautunreinheiten bis hin zu Akne. Auch diese Veränderungen verschwinden nach der Geburt von allein. Ein guter Tipp zur Vorbeugung: wirklich ausreichend (ca. 3 Liter pro Tag) trinken! Bei wirklich schweren Hautveränderungen sollten Sie neben Ihrer Gynäkologin/Ihrem Gynäkologen auf jeden Fall einen Hautarzt aufsuchen.
Wichtig ist in jedem Fall die ausreichende Pflege Ihres Körpers: Duschen Sie, baden Sie, wann immer Sie Lust dazu haben, achten Sie aber darauf, dass die Wassertemperatur nicht zu hoch ist, dies wirkt auf Blutdruck und Gefäßsystem und kann bei einem Bluthochdruck zu einem abrupten Anstieg des Blutdruckes, im anderen Fall zu einem Sauerstoffmangel führen. Dasselbe gilt für die Sauna: Wenn Sie gerne in die Sauna gehen, so versuchen Sie, während der Schwangerschaft niemals mehr als 70-80 Grad-Saunagänge zu konsumieren.
Um den so genannten Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen, hilft in erster Linie regelmäßiges Einschmieren, von Anfang an. Sie können dafür Schwangerschaftsstreifencremes oder aber auch Weizenkeimöl verwenden. Ein leichtes Zupfen an der obersten Hautschicht von Bauch, Schenkeln und Po fördert die Durchblutung und ist eine ganz gute Prophylaxe.
Achtung vor zu viel Sonne: Durch die hormonelle Umstellung des Körpers ist die Pigmentierung der Haut anfälliger auf Sonnenlicht. Sie bekommen leichter einen Sonnenbrand, es kann zu Pigmentflecken sowohl im Gesicht als auch am ganzen Körper kommen, die nicht immer nach der Geburt wieder verschwinden. Bleiben Sie daher kurz in der Sonne und halten Sie sich im Schatten auf. Sie sollten eine Kopfbedeckung tragen und Sonnencremes mit hohem Faktor verwenden.

Sport und Schwangerschaft
Gerade in dieser Zeit stellt sich immer wieder die Frage, welche Sportarten jetzt noch „erlaubt" sind. Prinzipiell gibt es einige wenige Sportarten, die wirklich „tabu" sein sollten, wie z.B. Tauchen, Squash oder Tennis auf Grund der abrupten Bewegungen, bzw. Fitness- und Gymnastikübungen, die vorwiegend die geraden Bauchmuskeln belasten wie z.B. Vorbeugende, Oberkörpers, Beine im Liegen zum Körper ziehen. Sportarten wie Skifahren oder Inlineskaten könnten auf Grund der relativ hohen Verletzungsgefahr ein Risiko darstellen. Ansonsten gilt auch hier: Sie entscheiden, was gut für Sie ist. Probieren Sie es aus, Sie werden sehr rasch merken, ob Sie sich bei einer bestimmten Aktivität wohl fühlen oder nicht. Sie entscheiden auch, oh Sie bereit sind, ein etwaiges Risiko zu tragen.

Manche Frauen spüren jetzt immer wieder ein leichtes Ziehen in der Gebärmutter. Es handelt sich dabei um Kontraktionen, die vorwiegend durch Stress oder außergewöhnliche Belastung ausgelöst werden. Dies ist ein Alarmsignal Ihres Körpers, mit der dringenden Aufforderung leiser zu treten. Übergeht man dieses Signal, kann es unter Umständen zu vorzeitigen Wehen oder sonstigen Schwangerschaftserkrankungen kommen.
Gönnen Sie sich immer wieder Ruhephasen, versuchen Sie jetzt nicht, in allem und jedem perfekt zu sein. Dies gilt übrigens nicht nur für Ihre Arbeit. Vor allem Ihr Partner kann hier eine wertvolle Entlastung sein. Lassen Sie sich verwöhnen, gewöhnen Sie sich daran, dass der Tisch einmal ein bisschen länger nicht abgeräumt wird, dass sich die Bügelwäsche stapelt oder der Geschirrspüler nicht regelmäßig läuft. Im Grunde ist das alles nicht so wichtig und vom richtigen Blickwinkel aus betrachtet, handelt es sich in den meisten Fällen um absolute Kleinigkeiten. Abgesehen davon wird sich Ihr Haushalt nach der Geburt des Babys ohnehin vorübergehend in ein leichtes Chaos verwandeln - stellen Sie sich also schon frühzeitig darauf ein!
Ein Tipp für eine Entspannungsübung: Legen Sie sich so angenehm wie möglich auf eine weiche Unterlage, auf Ihr Bett, die Couch oder auch auf einen Teppich. Allerdings niemals mit ausgestreckten Beinen auf den Rücken, sondern mit einem Polster unter den Unterschenkeln oder mit angewinkelten Beinen. Anderenfalls belasten Sie Ihre Bauchmuskulatur und den Rücken. Legen Sie Ihre Hände auf Ihren Bauch und versuchen Sie „Kontakt" zu Ihrem Kind aufzunehmen. Atmen Sie ganz tief und spannen Sie jeden einzelnen Körperteil nacheinander an und entspannen Sie ihn wieder. Gönnen Sie sich täglich 10 Minuten für diese Übung, egal welche Hektik um Sie herum aufkommt.

4.Mon

 

 

 

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