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Das
2. Schwangerschaftsmonat (5. bis 8. Woche)
Das Kind
Der Embryo wird sichtbar zu einem Menschen. Er ist ca. 4 Millimeter
groß und rund 1 Gramm schwer. Die Hälfte davon ist der
Kopf! Das zentrale Nervensystem des
Gehirns, der Wirbelsäule und des Verdauungsapparates beginnt
sich zu entwickeln. Arme und Beine beginnen zu wachsen und sind
als winzige Ausbuchtungen am Ultraschall erkennbar. Oft sind sogar
schon Ansätze von Nase, Kinn und Ohr zu sehen. Und in der 5.-6.
Woche: Der erste Herzschlag! Das winzige Herz sorgt dafür,
dass das Blut im Körper zirkuliert und ihn mit der nötigen
Nahrung versorgt. Eine weitere spektakuläre Entwicklung: Die
Anlagen für das spätere Gehör und des Gleichgewichtssinns
beginnen sich auszubilden.
Die Mutter
Jetzt
ist das erste Mal die Regelblutung ausgeblieben und die körperlichen
Anzeichen der frühen Schwangerschaft, wie z.B. ein Ziehen im
Unterleib oder ein Spannungsgefühl in der Brust, können
stärker werden. Weiters verspüren manche Frauen eine starke
(Morgen-)übelkeit, Müdigkeit oder sind seelisch leicht
aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Gegen Ende dieses Monats machen die meisten Frauen einen Schwangerschaftstest.
Der Arzt
Früher haben Frauenärzte durch eine vaginale Tastuntersuchung
die Vergrößerung der Gebärmutter und somit eine
beginnende Schwangerschaft ertasten müssen. Heute wird dies
mit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung gemacht. Im Ultraschall
können Sie das erste Mal das befruchtete Ei in der Gebärmutter
bzw. sollte das Herz bereits schlagen, das erste Mal Ihr Kind sehen.
Mit Einsetzen des kindlichen Herzschlages überreicht Ihnen
Ihre Ärztin/Ihr Arzt den MutterKind-Pass.
Bis vor einigen Jahren hat man für einen vollständig ausgefüllten
Mutter-Kind-Pass einen finanziellen Bonus erhalten. Durch dessen
Wegfall ist die Zahl jener Frauen, die sich im Rahmen ihrer Vorsorge
an dem Mutter-Kind-Pass orientieren, dramatisch gesunken. Dabei
ist der Mutter-Kind-Pass eine Art Serviceheft für Mutter und
Kind. Hier ist der Verlauf Ihrer Schwangerschaft sowie die Entwicklung
des Kindes vor und nach der Geburt exakt festgehalten und ermöglicht
in Notfällen die schnellstmögliche, richtige Behandlung.
Es ist fahrlässig, dass viele Frauen auf Grund des nicht mehr
gegebenen finanziellen Anreizes die Schwangerenuntersuchungen nicht
mehr ausreichend wahrnehmen bzw. ihr Kind nach der Geburt nicht
mehr regelmäßig untersuchen bzw. vorsorglich impfen lassen
- und das, obwohl die Kosten für diese Untersuchungen von der
Krankenkasse getragen werden!
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