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Ernährung
Warum es so wichtig ist, während der Schwangerschaft das Richtige zu essen

Alles, was ein ungeborenes Baby zum Wachsen braucht, erhält es aus dem Blutkreislauf der Mutter. In der Schwangerschaft muss eine Frau deshalb beim Essen an zwei denken: an ihr Kind, das sie miternährt, und an sich, weil ihr Organismus jetzt besonders leistungsfähig sein muss. Deshalb hier die wichtigsten Informationen: Gesünder essen - was brauchen Schwangere ganz besonders?
Milch und Milchprodukte. Sie liefern das für Knochen und Zähne wichtige Eiweiß und Kalzium. Empfehlenswert sind pasteurisierte Vollmilch, Joghurt, Dickmilch. Verzichten sollte man jetzt auf Rohmilch (wegen der Infektionsgefahr) und Rohmilchkäse. Werdenden Müttern, die unter Allergien leiden, verschreibt der Arzt Kalzium in Tablettenform.
Blattgemüse und Fleisch. Sie enthalten Eisen. Eisen-Ionen sind wichtig für die Bildung des Blutfarbstoffs, der den Sauerstoff (zum Baby) transportiert. Am besten wird Eisen aufgenommen, wenn man etwas Zitronensaft (Vitamin C) über das Essen träufelt. Außerdem liefern Gemüse und Fleisch wichtige Vitamine, vor allem Folsäure, ein Vitamin der B-Gruppe (es wird in den ersten drei Monaten zusätzlich verschrieben). Bitte daran denken: Gemüse, Salate und Kräuter (auch Obst), sooft es geht, roh oder nur blanchiert genießen, denn die Vitamine darin sind hitzeempfindlich! Beim Fleisch sind mageres Schweinefleisch und Geflügel empfehlenswert. Schweinefleisch liefert vor allem Vitamin B 1, Geflügel Vitamin B 6, in Rindfleisch steckt besonders viel Zink. Weniger empfehlenswert sind Innereien, die heute oft zu viele Schadstoffe enthalten.
Jodsalz und Seefisch. Sie versorgen Mutter und Kind mit Jod einem sehr wichtigen Bestandteil des Schilddrüsenhormons.
Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Jod. Das Spurenelement wird jetzt in höherer Dosierung gebraucht, damit mehr Schilddrüsenhormone aktiviert werden, um den gesteigerten Stoffwechsel und den Hormonhaushalt richtig steuern zu können. Jodmangel in der Schwangerschaft beeinträchtigt auch das Ungeborene: Bekommt es zu wenig Jod, könnte seine Gehirn- und Knochenentwicklung darunter leiden. Ernährungswissenschaftler empfehlen deshalb einmal in der Woche Seelachs, Schellfisch oder Kabeljau, frisch oder tiefgefroren. Brot und andere Getreideprodukte. Sie enthalten außer Kohlehydraten und Vitaminen viele Ballaststoffe und halten so den Darm auf Trab, der in der Schwangerschaft immer träger wird. Besser als Weißmehlprodukte sind Vollkorn-, Mehrkorn-, Graham- und Knäckebrot. Müsli lieber aus frischen Zutaten mischen.
Fette und Öle. Schwangere sollen zwar zurückhaltend mit Fett sein, aber keineswegs darauf verzichten. Tierische Fette in Butter, Käse und Eidotter liefern Vitamin D.
Kaltgepresste Pflanzenöle (im Salat und zum Kochen) oder Nüsse (im Müsli) versorgen mit den Vitaminen A und E. Vorsicht vor versteckten Fetten in Dauerwurst, Pommes, Chips, Rührkuchen und Mayonnaise!
Flüssigkeit. Werdende Mütter sollten viel trinken, möglichst mehr als 1,5 Liter (Suppen und die empfohlene Milch eingeschlossen) pro Tag. Die besten Getränke sind Mineralwasser, Kräutertees und naturbelassene Fruchtsäfte.
Schwarzen Tee und Kaffee vertragen viele Schwangere schlecht, beides (nicht mehr als zwei Tassen pro Tag) darf aber - schwach aufgebrüht - getrunken werden. Wichtig ist ans Trinken zu denken, auch wenn kein Durstgefühl besteht.

 

 

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